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Lelkigondozói esetek · Esetfeldolgozások

Pfingsttheologische Hochschule

Lehrstuhl für Pastoralpsychologie


Lelkigondozói esetek · Esetfeldolgozások

In einem systemischen pastoralpsychologischen und konsultativen familienseelsorglichen Ansatz

Prof. em. Dr. Hézser Gábor · Dr. Krasznay Mónika

Gesprächsleitung: Ungvári Péter

Budapest · 2026

Eintreten ↓

Fallbearbeitungen · systemischer Ansatz · Pastoralpsychologie

Beratende Familienseelsorge — Fälleauf pastoralpsychologischer Grundlage, in systemischer Sicht

„Mit dem Begriff ‚beratende Familienseelsorge‘ bezeichnen wir jene Seelsorge, die in ihrer Konzeption pastoralpsychologisch fundiert ist und in ihre Praxis die Methodik der mit der humanistischen Psychologie und den Psychotherapien verbundenen Familienberatung integriert.“ Hézser Gábor – Krasznay Mónika: Handbuch der systemischen Familienberatung und Familienseelsorge (Harmat, 2026) – Kap. II.1.3.

Willkommen

Herzlich willkommen, ob Fachperson oder interessierte Leserin. Auf dieser Seite finden Sie die Fallbearbeitungen einer Gesprächsreihe: anonymisierte Situationen aus der Seelsorge und der Familienseelsorge, Schritt für Schritt und allgemein verständlich aufgearbeitet. Die Fallbearbeitungen greifen auf die Gespräche der Podcast-Reihe Lelkigondozói esetek der Pünkösdi Teológiai Főiskola zurück und vertiefen sie. Wir bieten keine fertigen Rezepte, sondern eine Denkweise: wie eine schwierige Situation als System verstanden werden kann und wie die helfende Person sich darin orientiert.

Jeder Fall folgt demselben achtteiligen Bogen, sodass sie sich leicht vergleichen und daraus lernen lassen. Zu jeder Fallbearbeitung gehören auch Übungsaufgaben, mit denen man sich selbst erproben kann. Der Schwerpunkt liegt durchgehend auf dem systemischen Ansatz: Wir „reparieren“ nicht das Individuum, sondern betrachten das Netz aus Beziehungen, Mustern und Bedeutungen, in dem das Symptom Sinn ergibt.

Was Sie lesen werden

Jede Fallbearbeitung folgt denselben acht Schritten – vom Transkript des Live-Gesprächs bis zu den selbstreflexiven Fragen:

Transkriptdas Gespräch, lesbar
Zusammenfassungder Fall in Kürze
Systemische Hypothesen+ dialogische Techniken
Empfohlener Ansatzder fachliche Rahmen
Übungenzwei konkrete Methoden
Supervisionmännlich–weibliche Sicht
Pastoralpsychologiedie Glaubensdimension
Selbstreflexionfünf Fragen an uns

Übersicht

Was Sie alles auf dieser Seite finden:

  • Einführende Seiten. Grußwort · Was werden Sie lesen? · Die Axiome der systemischen Sichtweise · Für wen ist es? · Wie es entstand · Über uns
  • 23 Fallbearbeitungen — jede folgt demselben achtteiligen Bogen:
    • Transkript des Gesprächs
    • 1 · Zusammenfassung
    • 2 · Systemische Hypothesen und dialogische Techniken
    • 3 · Ziele und Technikbeispiele
    • 4 · Ansätze — zwei therapeutische Ansätze innerhalb des systemischen Rahmens (Aspekte, dialogische Beispiele, ansatzspezifische selbstreflexive Fragen)
    • 5 · Methoden, Übungen
    • 6 · Mögliche Aspekte der Supervision (auch mit fallbezogenen glaubensbezogenen Aspekten)
    • 7 · Pastoralpsychologische Aspekte
    • 8 · Fragen zum Weiterdenken (selbstreflexiv)
    • ★ Interaktive Übungsaufgaben
  • Merkmale. Dreisprachig (Ungarisch · Englisch · Deutsch) · Quellenangabe bei den glaubensbezogenen/theologischen Einschüben · interaktive, erprobbare Übungen

Axiome des systemischen Ansatzes

Jede Fallbearbeitung der Reihe ist durchgehend systemisch angelegt – nicht nur ein Abschnitt davon. In diesem Verständnis ist eine Klage oder ein Symptom nicht die „Schuld“ eines Menschen, sondern ein Signal des Beziehungsnetzes: Wir suchen nicht nach einer Ursache, sondern nach Zusammenhängen und Wechselwirkungen. Die folgenden Axiome stammen aus dem Kapitel „Die Familie als System“ des Handbuchs.

1Das Ganze ist mehr als die Summe seiner TeileEine Familie wird nicht von ihren Mitgliedern einzeln, sondern von deren wechselseitigen Beziehungen getragen – das System ist qualitativ etwas anderes als die Summe der Elemente.
2Wechselwirkungen statt UrsachenPhänomene und Blockaden lassen sich nicht auf eine einzige Ursache zurückführen; entscheidend ist nicht lineare Kausalität, sondern ein Netz von Zusammenhängen und Wechselwirkungen.
3Das Symptom ist ein Signal des SystemsDie Störung des Einzelnen verstehen wir als Signal einer Störung im Funktionieren des Systems – „eine Störung existiert nie für sich allein“.
4Zielgerichtete EntwicklungProzesse weisen in Richtung Leben (z. B. die Verselbstständigung des Jugendlichen), Teilprozesse können jedoch auch ambivalent sein.
5Selbstregulation (Autoregulation)Ein lebendiges System ordnet und erhält sein Funktionieren selbst; die Unterbrechung dieser natürlichen Selbstregulation löst eine Krise aus.
6Das Gleichgewicht von Bewahrung und VeränderungZwei Kräfte halten das System im dynamischen Gleichgewicht: die eine strebt nach Erhalt des Status quo, die andere nach dessen Veränderung.
7Entwicklung verläuft sprunghaftDas System verändert sich fortwährend; die Veränderung bleibt lange kaum merklich und wird dann plötzlich, sprunghaft sichtbar.
8Hierarchie und WechselwirkungDas größere System bestimmt das kleinere (Subsystem), doch das Subsystem prägt auch das Ganze; das Kippen der natürlichen Hierarchie führt zu Dysfunktion.
9Offenheit und GeschlossenheitEine Familie kann ihrer Umwelt gegenüber offen-interaktiv oder geschlossen und isolationsgeneigt sein; ein flexibles, situationsangepasstes Verhältnis ist die Bedingung für Entwicklung.
10PerspektivismusEine objektive Erkenntnis der Familie ist unmöglich: Der Blickwinkel bestimmt, was wir sehen – und schon die Anwesenheit des Beobachters (des Helfers) prägt das Beobachtete.

Für wen ist es gedacht?

Vor allem für Seelsorgende, Familien-Seelsorgende und Familienberater – doch systemisches Denken ist in jedem helfenden Beruf nützlich. Sprache und Sichtweise der Fälle lassen sich auch auf andere Bereiche übertragen:

Seelsorgende
Familien-Seelsorgende
Familienberater
Psychologen, Therapeuten
Sozialarbeiter
Lehrer, Religionspädagogen
Ärzte, Pflegekräfte, Krankenhausseelsorger
Coaches, Mentoren, helfende Berufe

Wie ist es entstanden?

Die Quelle. Diese Sammlung ist aus der Podcast-Gesprächsreihe des Lehrstuhls für Pastoralpsychologie der Pfingsttheologischen Hochschule (PTF) hervorgegangen: dreiundzwanzig Fälle, in denen die Teilnehmer seelsorgerliche Situationen bearbeiten. Die wiederkehrenden Teilnehmer sind Péter Ungvári (Moderator, Gastgeber), Prof. em. Dr. Gábor Hézser und Dr. Mónika Krasznay; die Gäste waren Zsófi Domanyek, Familiensystemtherapeutin, und Andrea Judit Kindl, Seelsorgerin.

Die Sicht- und Fachgrundlage. Die Fallbearbeitungen ruhen auf einer einzigen, einheitlichen Quellenbasis: Gábor Hézser – Mónika Krasznay, Handbuch der systemischen Familienberatung und Familienseelsorge (Harmat, 2026) und dessen Anhang, sowie — für die theologischen, glaubensbezogenen und religiösen Aspekte — die pastoralpsychologischen Manuskripte von Mónika Krasznay (u. a. Pathologische Religiosität; Theologie und Psychologie – im Dienst des leidenden Menschen; Zur Gewissenserforschung; Freiheit und Determination). Jede Fallbearbeitung ist systemisch und ressourcenorientiert und durchgehend seelsorgerlich: Die Methodenelemente der familientherapeutischen Ansätze sind Werkzeuge; der Blickwinkel und das Ziel sind die Begleitung des anderen Menschen vor Gott.

Die Herausgeberin und fachliche Verantwortliche. Die fachliche, theologische und redaktionelle Hüterin des Werkes ist Dr. Mónika Krasznay (Lehrstuhlleiterin, Pfingsttheologische Hochschule, Lehrstuhl für Pastoralpsychologie): Ihr gehören das Konzept, die Beglaubigung der ansatzbezogenen und theologischen Inhalte und jede wesentliche Entscheidung.

Unsere Rolle. An der technischen und redaktionellen Ausführung des Bandes wirkte künstliche Intelligenz unter der Leitung von Dr. Mónika Krasznay mit: die Ordnung des Rohmaterials, die achtteilige Struktur, die Ausarbeitung der zweiten Ansatzebene aus den Quellen, die dreisprachige (ungarisch–englisch–deutsch) Übersetzung sowie die einheitliche Erstellung der drei Formate (DOCX, EPUB, HTML). Die fachlich-theologische Autorität und die inhaltliche Verantwortung verbleiben durchgehend bei den menschlichen Autoren; die KI war ein Werkzeug, kein Autor. Wo der Text eine glaubensbezogene oder theologische Aussage trifft, haben wir die Quelle markiert, damit die Quellenbasis des Werkes transparent und geschlossen bleibt.

Über uns

Wir sind zu dritt im Gespräch: ein Moderator und zwei Fachleute. Hier ist unser gemeinsames Foto – unten stellen sich auch unsere Rollen vor.

Ungvári Péter, Dr. Krasznay Mónika, Prof. em. Dr. Hézser Gábor
Ungvári Péter · Dr. Krasznay Mónika · Prof. em. Dr. Hézser Gábor
Ungvári Péter
Leiter der Gespräche

Moderator der Gespräche; Dozent für Coaching und Branding an der Pfingsttheologischen Hochschule (SZT Coaching). Er hält den Faden: fragt, fasst zusammen und sorgt dafür, dass jede Seite des Falls zur Sprache kommt.

Dr. Krasznay Mónika
Theologin · pastoralpsychologische Seelsorgerin

Theologin und pastoralpsychologische Seelsorgerin; Leiterin des Lehrstuhls für Pastoralpsychologie an der Pfingsttheologischen Hochschule und der Weiterbildung zur Familienberaterin/Familientherapeutin. In den Gesprächen bringt sie die Glaubensdimension und die weibliche Sicht ein.

Prof. em. Dr. Hézser Gábor
Professor emeritus · Familien-Seelsorger

Dr. theol., Dr. h.c., Professor emeritus (Fachhochschule der Diakonie Bethel); Dozent und Lehrstuhlleiter an der Pfingsttheologischen Hochschule, fachlicher Leiter der Familienberater-Ausbildung. Experte für systemische Familienberatung; Hüter der Hypothesen, Ansätze und Methoden.

Die Fälle

22 bearbeitete Fälle. Klicken Sie auf einen beliebigen, um ihn zu öffnen – jeder Fall öffnet sich mit eigenem Inhaltsverzeichnis und visueller Karte.

2Transzgenerációs szemléletMenni? Maradni? – meg az anyós…Egy 28 éves édesanya két kisgyermekkel: férje másfél éve külföldön dolgozik, a távollét egyre nehezebb, az anyós pedig őt okolja és érzelmileg zsarolja. Maradjanak, vagy költözzenek a férj után?Mit Code 3Kontextuális irányzat„Haldoklóként is királyi méltósággal“Egy 83 éves, végstádiumú beteg nagymama, akinek fájdalmát már nem lehet csillapítani, és aki azt kérdezi: „Miért nem hagynak meghalni?“ A családja vallásos közhelyekkel válaszol – az esetet az…Mit Code 4Kontextuális (többgenerációs) szemlélet„Még egy gyereket nem tarthatunk meg…“ (1. rész)Egy váratlan terhesség, egy meghallott félmondat – és a kérdés: kié a döntés?Mit Code 5Narratív irányzat„Abortuszról beszélgettünk, a gyermekem meghallotta…“ (2. rész)Egy háromgyermekes család: az édesanya a negyedik gyermekét várja, és abortusszal kapcsolatos krízissel keresi meg a lelkészt – akit az eset szokatlanul mélyen felkavar. A sorozat 2. része, a…Mit Code 6Strukturális irányzat„Abortuszról beszélgettünk, a gyermekem meghallotta…“ (3. rész)A háromrészes abortusz-eset 3. része. A hangsúly a házaspár és a család rendszerén: a strukturális szemlélet felől a határok, a házastársi alrendszer és a gyermekek védelme kerül előtérbe.Mit Code 7Narratív irányzatA pánikkal küzdő asszony eseteEgy gyülekezeti tag, hónapok óta visszatérő pánikrohamokkal, a függőségtől való félelemmel és azzal a tehertétellel, hogy „a családom terhére vagyok“.Mit Code 8Stratégiás irányzat„Nem tudok már hinni“Egy ötvenes évei elején járó presbiter hónapok óta egyre kevésbé tud hinni; eleinte fegyelmezéssel próbálta elűzni a kétségeit, a felesége pedig – az ezüstlakodalmuk előtt – már a kapcsolatukat is…Mit Code 9Strukturális irányzatAz aktív eutanázia és az emberi méltóságA sorozat kivételes, tematikus adása: nem egy konkrét eset, hanem az aktív eutanázia és az emberi méltóság kérdése – a lelkigondozói jelenlét, a tehetetlenség és az együtt szenvedés felől.Mit Code 10Satir-irányzatMás normák otthon és az iskolábanEgy házaspár keresi fel a lelkigondozót: hatodikos gyermekük nem találja a helyét az iskolában, állandó a képernyő-harc, és „kettős nevelésben“ érzik magukat. A felszíni iskolakérdés mögött a…Mit Code 11Kontextuális irányzatSivár, üres imaéletEgy húsz év körüli, gyülekezetbe járó nő állandó fáradtságra és sivár, üres imaéletre panaszkodva keresi fel a lelkigondozóját. A felszíni „imaélet-probléma“ mögött transzgenerációs örökség,…Mit Code 12Stratégiás irányzatElvált, csalódott, ötvenéves férfiEgy ötven év körüli, a gyülekezetben sokat szolgáló férfi két éve elvált a felesége hűtlensége miatt; állandó csalódottsággal és kedvetlenséggel keresi fel a lelkigondozót. A felszíni tünet mögött…Mit Code 13Stratégiás irányzat„Pasztorálpszichológiát akar tanulni az unokám“Egy hetvenéves özvegyasszony azt panaszolja a lelkésznek, hogy az unokája pasztorálpszichológiát akar tanulni. A „meta“ eset mögött időskori átmenet, a hithagyományozás féltése és a kapcsolat…Mit Code 14Transzgenerációs szemlélet„Hogyan imádkozzak, hogy az Isten meghallgassa a kéréseimet“Egy kamaszkorú fiú azt kérdezi a lelkészétől, hogyan kell úgy imádkozni, hogy Isten meghallgassa a kéréseit. A kérdés mögött az istenkép, a kérés mögötti vágy és annak transzgenerációs öröksége…Mit Code 15Transzgenerációs szemlélet„A lányom nem vesz semmibe“Egy édesanya azzal keresi fel a lelkigondozót, hogy felnőtt lánya „semmibe veszi“. A panasz mögött be nem teljesült szükséglet, a tünet védő funkciója és egy többgenerációs anya–lánya minta húzódik.Mit Code 16Kontextuális szemlélet„Nagyszülők születnek“A lelkigondozó látogatóba érkezik egy családhoz, amely a nagyszülővé válás küszöbén áll. A mozaikcsaládban (elvált fiú, hozott gyerekek, közös baba, több nagyszülői kör) a kontextuális kapcsolati…Mit Code 17Megoldásközpontú irányzat„Minek vagyok e világon?“Egy 30-as évei közepén járó férfi a „minek vagyok e világon?“ kérdésével három különböző korú lelkészt keres fel. A megoldásközpontú megközelítés a kérdést megfordítja: nem a hiány, hanem a…Mit Code 18Kontextuális irányzatKorkülönbség és elköteleződésEgy szupervízión hozott eset: egy negyvenes évei közepén járó, elvált asszony és egy nála tíz évvel fiatalabb férfi újrakezdődő kapcsolata – eltérő családi háttérrel, felnőtt lányokkal, a…Mit Code 19Strukturális irányzatA felszarvazott férj, a feleség és a „betolakodó“Egy szupervízión hozott eset: a sokat külföldön dolgozó férj küzdeni szeretne a feleségéért – miközben a kapcsolatban nyíltan jelen van egy harmadik fél, egy közös, hétéves gyermek mellett. A…Mit Code 20Satir-irányzatTiltott vonzalom a munkahelyen?Vendéges epizód: Judit lelkigondozó hoz egy élő esetet. Irén (52) elvált, magányos, mélyen sérült önértékkel él; a munkahelyén egy kolléganő iránti, „bűnösként“ megélt vonzalom hozza krízisbe.…Mit Code 21Transzgenerációs szemléletHalál és szerelem – Anna történeteVendéges epizód: Domanyek Zsófi családrendszer-terapeuta hoz egy élő esetet. Anna (38) életét transzgenerációs veszteségek sora kíséri, és ez a párkapcsolati kötődésében is megjelenik – a „halál…Mit Code 22Narratív irányzatIsten harcol, értem és velemVendéges epizód: Domanyek Zsófi családrendszer-terapeuta hozza Izabella (24) történetét. A kiszámíthatatlan, agresszív apából mintázott istenkép – „Isten nem szerethet, és le fog sújtani rám“ –…Mit Code 23Satir irányzatA tökéletes élet – és az alkoholfüggőség, ami mögötte vanVendéges epizód: Domanyek Zsófi családrendszer-terapeuta hozza Hajni (35) történetét. A „tökéletes“, megfelelés-orientált élet mögött rejtett alkoholfüggőség, üresség és kontrolláló múlt – a kulcskérdés a…Mit Code